Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit überreicht an Firma W. Ludolph GmbH & Co. KG

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(Bericht Nordsee Zeitung 15.11.2016)

 

 


 

Pressemitteilung Bundesagentur für Arbeit

 

Nr. 120 / 2016 – 14. November 2016

 

 

Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit überreicht an Firma W. Ludolph GmbH  Co KG

 

Bremerhaven: Für besonderes Engagement bei der Ausbildung von Jugendlichen hat die Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven heute (14.11.2016) die Firma W. Ludolph GmbH & Co KG mit dem „Zertifikat für Nachwuchsförderung“ ausgezeichnet.

Ausschlaggebend war das besondere Engagement, mit dem sich das Unternehmen um die Sicherung der eigenen Fachkräftebasis kümmert und sich auf den wandelnden Ausbildungsmarkt einstellt.  

 

Die Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven vergibt das Zertifikat in der Stadt Bremerhaven in diesem Jahr an einen Ausbildungsbetrieb, der sich den Herausforderungen der Nachwuchssicherung aktiv, offen und flexibel stellt. Die Firma W. Ludolph GmbH & Co KG blickt auf eine lange Tradition zurück, seit 1846 rüstet sie Schiffe alle Art mit unverzichtbaren nautischen Instrumenten aus. Die Ausbildung gehört zu den zentralen Themen im Firmenprofil.

 

Dr. Götz von Einem, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven, freut sich anlässlich der Übergabe des Ausbildungszertifikates: „Familiengeführt aber auch international aufgestellt, diese Firma reagiert auf die Gegenwart ohne ihre Wurzeln außeracht zulassen. Auch bei der Fachkräftesicherung ist das zu spüren. So pflegt die Geschäftsleitung die gute Tradition, circa 10 Prozent der Mitarbeiterschaft als Auszubildende zu haben. Und andererseits stellt sie ganz modern in der Männerdomäne der Nautik und Feinmechanik zwei junge Frauen als Auszubildende ein. Weil sie fachlich und menschlich überzeugen konnten.“

Mit dem Zertifikat für Nachwuchsförderung würdigt die Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven diese Haltung. Von Einem dazu: „Die Nachwuchssuche und das Halten von Fachkräften in unserer Region wird schwieriger. Firma Ludolph übernimmt regionale Verantwortung, indem sie an Projekten zur Optimierung der Ausbildungsvermittlung teilnimmt und sich auch regelmäßig auf berufsorientierenden Messen direkt den Jugendlichen stellt. Und sie stellt sich den Zeichen der Zeit. Es freut mich besonders, das nun zwei junge Frauen mit technischer Begeisterung bei diesem Arbeitgeber eine berufliche Chance bekommen haben!“

 

Olav Ove Henckel, Geschäftsführer der W. Ludolph GmbH & Co.KG: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung unserer Ausbildungsaktivitäten durch die Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven. Ausbildung hat Tradition bei uns. So können wir sicher sein, mit qualifiziertem Personal auch in Zukunft arbeiten zu können!“

 

Ingo Blazek, Betriebsleiter der Firma Ludolph, setzt bei der Nachwuchsgewinnung vor allem auf das persönliche Kennenlernen: „Dieses Jahr hatten wir zwei Ausbildungsplätze zu besetzen, beide gingen an die weiblichen Bewerberinnen. Unsere neuen Kolleginnen waren bereits durch Schulpraktika im Betrieb bekannt. Ihr echtes Interesse und auch gute schulische Leistungen im Bereich Mathe und Physik waren maßgeblich für die Entscheidung. Frauen sind bei uns in der Minderzahl, arbeiten aber ganz normal in den Teams mit. In fachlichen Fragen zählt die Kompetenz und nichts anderes.“

 

 

 

Hintergrund:

 

  • Die W. Ludolph GmbH & Co KG ist seit der Gründung im Jahr 1846 im Bereich Entwicklung und Fertigung von nautischen und aeronautischen Instrumenten, Feinmechanik sowie der Herstellung von Einzelteilen und Baugruppen für die Luft- und Raumfahrt tätig. Seit mehr als 40 Jahren werden in der Funktion als Zulieferer für die Luftfahrtindustrie, mittels eines hochmodernen CNC-Maschinenparks bis zu 90.000 Einzelteile monatlich für den Flugzeugbau gefertigt. ludolph.de

 

  • Frauen in der Minderzahl: Das Handwerk wirbt auch um junge Frauen als Nachwuchs, allerdings müssen diese sich darauf einstellen, in einigen Berufen noch deutlich in der Minderzahl zu sein. Nach Angaben der Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde wurden in diesem Jahr in den Berufen Elektroniker oder Metallbauer zwei Ausbildungsverträge von weiblichen Azubis unterzeichnet (2015: jeweils 1). Und auch bei den Malern sind die Zahlen eher gering (8 Verträge in 2016 und 9 in 2015).

 

  • Die beiden frischen Auszubildenden der Firma Ludolph gehören mit ihren Berufswünschen zu einer kleinen Minderheit unter den Bewerberinnen. Während im Ausbildungsjahr 2008/2009 noch 12,8% der eingestellten Bewerberinnen einen sogenannten MINT-Beruf als Hauptwunsch hatten waren es 2015/2016 nur noch 6,8%.

 

  • Ausbildungsmarkt 2017 im Blick:

Bei der Agentur für Arbeit in Bremerhaven sind derzeit schon gut 420 gemeldete Ausbildungsstellen in beinahe 80 Berufen bekannt. Bewerberinnen und Bewerber können sich über die Berufsberatung dazu informieren. Auch Firma Ludolph gehört zu den frühzeitig aktiven Firmen und hat für 2017 bereits zwei Ausbildungsstellen zu Besetzung an die Vermittler der Arbeitsagentur gegeben.

 

Kontakt: Anmeldung zur Berufsberatung: Tel. 0800 4 5555 00 (kostenfrei)